
Jede Gruppe startete von ihrem Ort aus. Nach einem Segen zum Aufbruch und der Einladung, Augen und Ohren zu öffnen, beschäftigten sich die Familien auf dem Weg zum Zanzenberg mit der Frage, was zu einer guten Gemeinschaft gehört. An einer Station halfen die Kinder, ein mitgebrachtes Seil zu entrollen. Ein Seil steht für vieles: Für Halt, für Sicherheit, für gute Führung, aber auch dafür, dass Gott uns auf allen Wegen begleitet - vor allem in jenen Momenten, in denen sich das Leben unsicher oder wackelig anfühlt.
Auf der Zanzenbergwiese trafen schließlich die drei Gruppen aus Oberdorf, Watzenegg und Kehlegg zusammen und machten es sich gleich auf mitgebrachten Picknick-Decken gemütlich. Pfarrer Inosens begrüßte die Kinder und Erwachsenen und teilte mit ihnen die biblische Erzählung von der wundersamen Brotvermehrung. Anschließend versammelten sich alle in einem großen Kreis und knüpften die drei mitgebrachten Seile aneinander. Ein Kreis hat keinen Anfang und kein Ende – so wie Gottes Liebe. Sie ist immer da und hört nie auf. Gleichzeitig waren die aneinandergeknüpften Seile ein Bild für unsere Pfarre Oberdorf.
In der noch freien Mitte des Kreises durften die Kinder nun mit Dingen, die sie am Weg gesammelt hatten - Äste, Zapfen, Blätter, Steine - ein gemeinsames Bild legen. Stimmungsvolle Lieder, Fürbitten und Seifenblasen, mit denen die Kinder und Erwachsenen ihre persönlichen Bitten Richtung Himmel schickten, und ein Segen sorgten für Gänsehautmomente.
Anschließend an diese Feier in der Natur genossen alle noch das mitgebrachte Rucksackbuffet im wohltuenden Schatten der riesigen Zanzenbergbäume, ehe sich die Wanderer wieder auf den Heimweg machten.
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Danke an alle, die diese besondere Familienfeier vorbereitet und gestaltet haben, und ebenso an P. Inosens und seiner Gitarre für die schönen Lieder.
Dietmar Steinmair