
Gerade die kleine Turmzier hat dabei eine besondere Geschichte. Nachdem feststand, dass eine Restaurierung kaum kostengünstiger als eine Neugestaltung gewesen wäre, entstand die Idee, den Kirchturm mit neuen, christlichen Symbolen zu schmücken.
Nach einer Idee von Bauleiter Karl-Heinz Summer und gemeinsamen Überlegungen von Diözese Feldkirch und Pfarrer Dominik Toplek zieren nun Wasser, Feuer, Eucharistie und der Mantel vom Heiligen Martin den Kirchturm.
Die einzelnen Symbole wurden direkt am Carl-Lampert-Kreuz angebracht. Sie greifen zentrale Zeichen unseres Glaubens auf und sollen die Sakramente, die im Inneren der Kirche gefeiert werden, nach außen tragen und für alle sichtbar werden lassen. So wird der Kirchturm selbst zu einem Zeichen, das weit über die Pfarrgemeinde hinausstrahlt.
Viele Menschen tragen die Kosten mit.
Besonders erfreulich und berührend war, wie schnell sich nach der Weihe Paten für die einzelnen Symbole und auch für die Turmkugel gefunden haben.
„Gleichzeitig dürfen wir eine große Spendenbereitschaft von Menschen aus unserer Pfarre und weit darüber hinaus erfahren. Wir hoffen natürlich sehr, dass die Spendenbereitschaft anhält.“
Diese Unterstützung ist weit mehr als eine finanzielle Hilfe: Sie zeigt, wie groß die Verbundenheit mit unserer Kirche und ihrer Geschichte ist. Viele Menschen haben dazu beigetragen, dass dieses besondere Projekt Wirklichkeit werden konnte.
Ein weiterer Höhepunkt folgte am 28. September: Die Turmkugel wurde, gefüllt mit neuen und alten Dokumenten, wieder an der Turmspitze montiert. Damit wurde nicht nur ein Stück Geschichte bewahrt, sondern zugleich eine Botschaft für die Zukunft hinterlegt.
„Das war ein ganz besonders berührender und einmaliger Augenblick, vor allem wenn man bedenkt, dass die Turmkugel voraussichtlich erst wieder in 50 Jahren geöffnet wird.“
Ein Gedanke, der diesen Moment noch besonderer macht: Was heute hineingelegt wurde, wird vielleicht erst von Menschen unserer Pfarre in einer ganz anderen Zeit wieder entdeckt werden.
Nach der Montage der kleinen Turmzier wird in den kommenden Tagen das Gerüst abgebaut. Dann wird der Blick auf den neu gestalteten Kirchturm endlich wieder frei sein.
Wir dürfen dankbar zurückblicken: Die Bauarbeiten sind so gut und ohne Zwischenfälle vorangegangen. Viele Hände, viele Ideen und vor allem die Unterstützung zahlreicher Menschen haben dazu beigetragen, dass unser Kirchturm wieder in neuem Glanz erstrahlen kann.
Die neue Turmzier ist damit nicht nur ein Schmuck für unseren Kirchturm. Sie ist ein sichtbares Zeichen unseres Glaubens, der Hoffnung, unserer Geschichte und der Verbundenheit vieler Menschen mit unserer Kirche.