Helmut Fußenegger gibt uns im nachfolgenden Artikel einen Einblick in die geschichtliche Situation von damals. Ein herzliches Vergelt’s Gott!
„Hatler Dom“ wird 160 Jahre
Unsere Pfarre feiert in diesem Jahr mit 160 Jahre Kirche und 130 Jahre Pfarre ein Doppeljubiläum.
Vor 160 Jahren wurde der imposante Kirchenbau, nach einer Bauzeit von sechs Jahren fertiggestellt.
Es ist eine lange wechselvolle Geschichte bis es zum Kirchenneubau gekommen ist.
Hatlerdorf gehörte über Jahrhunderte zu St. Martin. Das Bestreben nach einer eigenen Seelsorge im Hatlerdorf wurde 1790 mit dem Kapellenbau, der ohne Genehmigung errichtet wurde, realisiert.
Sie stand an der Stelle des heutigen Wegkreuzes beim Hatler Brunnen. Etwa 100 Haushalte hatten beschlossen, auf eigene Kosten eine Kapelle zu bauen und einen eigenen Kaplan anzustellen.
1846 kam es zur Errichtung einer Expositur. Durch die Bevölkerungszunahme war die Kapelle inzwischen viel zu klein geworden und der Bau eines größeren Gotteshauses war erforderlich.
Mit dem Bau der Kirche wurde im Juli 1860 begonnen und am 15. November 1866 wurde das Allerheiligste von der Kapelle zur neuen Kirche übertragen.
Bis 1896 war die Expositurkirche St. Leopold eine Außenstelle von St. Martin.
30 Jahre sollte es dauern bis endlich die Erhebung zu selbständigen Pfarrei erfolgen sollte. Dies war dem Umstand zu verdanken, dass im Juli 1896 der Kulturminister nach Dornbirn kam um die erste Stickereifachschule der Monarchie zu besuchen.
Sie stand gegenüber der Kirche. Dieser war nach einer Besichtigung der Kirche überrascht, dass sie nicht den Rang einer Pfarrkirche hatte, sondern nur eine Expositurkirche war.
Bereits einige Tage später kam der Erlass, dass die Expositur zum Hl. Leopold zur eigenständigen Pfarre erhoben werde, was bei den „Bremsern“ dem Pfarrer von St. Martin, dem Generalvikar in Feldkirch und dem Bischof von Brixen nur Staunen ausgelöst hat.
Fußenegger Helmut